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Vorlage - SG/253/13  

Betreff: Sanierung / Neubau Feuerwehrgerätehaus Wierstorf
Status:öffentlich  
Beratungsfolge:
Feuerschutzausschuss
28.10.2013 
4. Sitzung des Feuerschutzausschusses geändert beschlossen   
Samtgemeindeausschuss
Rat der Samtgemeinde Hankensbüttel
10.12.2013 
13. Sitzung des Rates der Samtgemeinde Hankensbüttel geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

Das vorhandene FGH Wierstorf ist nicht zu sanieren.

 

Auf einem noch zu erwerbenden Grundstück ist ein neues FGH zu bauen.

Unter der Voraussetzung der Zuschussgewährung durch die Gemeinde Obernholz und einer entsprechenden Eigenleistung durch die Feuerwehrkameraden sind im Haushalt 2014 Mittel in Höhe von 100.000 € einzustellen.

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

Auf Empfehlung des Feuerschutzausschusses vom 16.10.12 wurde die Abteilung Planen und Bauen im Mai 2013 mit der Ausarbeitung eines Sanierungskonzeptes mit Kostenschätzung beauftragt. Für mögliche Maßnahmen wurde bereits im Haushaltsplan 2013 ein Ansatz von 40.000 € veranschlagt.

 

Im Rahmen des Sanierungskonzepts Bestandsgebäude FGH Wierstorf wären folgende Maßnahmen erforderlich:

 

-          energetische Sanierung in Form eines Wärmedämmverbundsystems

-          Einbau einer Gastherme mit Heizkörpern und Gasanschluss

-          Schaffung von Sanitärräumen ( Toiletten/Waschbecken – w/m - )

-          Erschließung ans Trinkwassernetz

-          Herstellung einer abflusslosen Grube

-          Einbau eines Sektionaltores

-          Sämtliche Elektro- und Renovierungsarbeiten – Innenausbau für WC-Anlagen

-          Anbau einer Fahrzeughalle, da durch die Schaffung von Sanitäreinrichtungen kein Platz mehr für ein Fahrzeug ist. Falls ein anderes Fahrzeug beschafft wird, wäre auch die vorhandene Box zu klein.

 

Mit diesen Maßnahmen besteht allerdings nur die räumlich eingeschränkte Möglichkeit, Schulungen, Unterricht oder Besprechungen im Gerätehaus abzuhalten.

Die gesamten Kosten belaufen sich auf ca. 85.000 € ohne eine möglicherweise noch zu berücksichtigenden Dachreparatur.

 

Ein Gespräch mit dem Grundstückseigentümer hat wegen der möglichen Sanierung bereits stattgefunden. Gemäß einer beschränkt persönlichen Dienstbarkeit wurde der SG Hankensbüttel 1981 ein Recht der Errichtung und Unterhaltung einer Fertiggaragendoppelbox für Feuerwehrzwecke eingeräumt. Aus dem Gespräch war zu erkennen, dass der Grundstückseigentümer auch bei dieser Dienstbarkeit bleiben wird. Die Aufstellung einer weiteren Box wäre somit auch nicht möglich. Auch aus baurechtlicher Sicht reichen die Abstände zu den Grundstücksgrenzen nicht aus, so dass eine dritte Box für ein Fahrzeug nicht genehmigungsfähig wäre. Insgesamt sind die Grundstücksverhältnisse schon jetzt sehr beengt.

 

Unter Berücksichtigung der vorhandenen Gebäudesubstanz ( Baujahr 1982, lediglich 10 cm Stahlbetonwände etc. ) und der auf engstem Raum umzusetzenden Maßnahmen wurde folgende Alternative erarbeitet:

 

 

Neubau eines FGH in Wierstorf

 

Die Herstellungskosten eines den minimalsten Anforderungen entsprechenden FW-Gerätehauses mit einer Grundfläche von 105 m² betragen ca. 100.000 €, die Kosten des Grunderwerbs sind in diesen Kosten allerdings nicht enthalten.

Der Neubau beinhaltet einen 20 m² großen Schulungs- und Besprechungsraum, Umkleiden- und Sanitärräume von ca. 30 m², eine Fahrzeughalle von 45 m² und ca. 10 m² für Lager/Heizung/Reparatur/Geräte, die durchschnittliche Höhe beträgt 3,00 m.

Das Objekt würde auf dem aktuellsten Stand der Technik und der EnEV ( Energieeinsparverordnung ) entsprechen. Z. Zt. betragen die Heizkosten für diese Doppelbox ca. 5.000 €/Jahr. ( lediglich Frostwächter und Stromheizventilatoren )

Bei einer eingeschränkten Eigenleistung durch die Feuerwehrkameraden würden sich die Gesamtkosten ebenfalls reduzieren lassen. An den Grunderwerbskosten wird sich die Gemeinde Obernholz mit einem Zuschuss bis max. 10.000 € -  beteiligen wollen, so dass zunächst max. von einem Investitionsaufwand von 100.000 € auszugehen wäre. ( Der Grunderwerb bei 1.000 m² wird mit 10.000 zugrunde gelegt. )

 

Unter Berücksichtigung aller geschilderten Umstände ist sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus ökologischer Sicht ein Neubau zu favorisieren. Damit würde die Samtgemeinde auch für zukünftige Entwicklungen eine tragfähige Lösung schaffen.